Am Donnerstag gerieten US-Tech-Aktien nach einer volatilen Woche erneut unter Druck.
Am Donnerstag gerieten US-Tech-Aktien nach einer volatilen Woche erneut unter Druck.
Spencer Platt/Getty Images

Am Donnerstag gerieten US-Aktien erneut massiv unter Druck, da die Anleger ihre Umschichtung aus dem Technologiesektor beschleunigten.

Die wichtigsten Indizes starteten zwar im Plus, brachen dann jedoch ein, als insbesondere Titel aus den Bereichen Software und Speicherchips abgestoßen wurden.

Damit war es für den marktbreiten S&P 500 der dritte Verlusttag in Folge.

Der Technologiesektor erlebt eine weitere schwierige Woche: Am Donnerstag gerieten US-Aktien erneut unter Druck, wodurch der S&P 500 den dritten Verlusttag in Folge verbuchte. Vor allem Technologie- sowie Software-Titel wurden von Anlegern verstärkt abgestoßen, die ihr Kapital zunehmend in andere Marktbereiche umschichten.

Nachdem die wichtigsten Indizes zu Handelsbeginn noch im Plus gelegen hatten, brachen sie gegen Donnerstagmittag um mehr als ein Prozent ein. Dabei verlor der iShares Expanded Tech-Software Sector ETF, der nach den massiven Verkäufen der Vorwoche ohnehin bereits in einen Bärenmarkt gerutscht war, weitere drei Prozent.

So standen die wichtigsten Indizes am Donnerstag gegen 20 Uhr deutscher Zeit:

  • S&P 500: 6.858,72, ein Minus von 1,19 Prozent
  • Dow Jones Industrial Average: 49.584,39, ein Minus von 1,07 Prozent (-537,01 Punkte)
  • Nasdaq Composite: 22.662,068, ein Minus von 1,75 Prozent

Die stärksten Verluste am Markt konzentrierten sich auf den Technologiesektor, vornehmlich auf Software- und Speicheraktien. Das waren einige der auffallendsten Kursbewegungen in diesem Bereich:

  • AppLovin Corp: -18 Prozent
  • Cisco Systems: -11 Prozent
  • Palantir: -6 Prozent
  • Varonis Systems: -5 Prozent
  • Apple: -3 Prozent
  • Amazon: -3 Prozent
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KI-Sorgen und US-Wirtschaftsdaten

Der anhaltende Verkaufsdruck ist ein Zeichen dafür, dass die Sorgen der Anleger bezüglich Künstlicher Intelligenz trotz einer Erholungsrallye im Technologiesektor zu Beginn dieser Woche nicht abgeebbt sind. Software-Aktien mussten bereits letzte Woche herbe Verluste hinnehmen, da Anleger angesichts der hohen Bewertungen zunehmend kritisch auf die breitere Technologielandschaft blicken.

Auch Aktien von Versicherungsmaklern, Vermögensverwaltern und Immobiliendienstleistern gaben aufgrund neuer Sorgen über marktverändernde Umbrüche durch KI nach.

Laut Jose Torres, Senior-Ökonom bei Interactive Brokers, reagieren die Anleger wahrscheinlich auch auf die jüngste Schwäche der Wirtschaftsdaten. Er verwies darauf, dass die meisten Wirtschaftszweige Stellen abbauen, obwohl die USA im Januar insgesamt mehr Neueinstellungen verzeichneten als erwartet.

Schwindende KI-Hoffnungen

Er fügte hinzu, dass sich Investoren zudem stärker auf das tatsächliche Ertragspotenzial von KI konzentrierten und begännen, bei ihren Investitionen selektiver vorzugehen. Gegenüber BUSINESS INSIDER erklärte er, dass schwindende KI-Hoffnungen hier auf glanzlose Wirtschaftsberichte träfen.

„Software und Dienstleistungen werden neu bewertet, da agentenbasierte KI die Preismacht unter Druck setzt“, schrieb Rosenberg Research am Donnerstag in einer Mitteilung an Kunden und verwies auf die Unsicherheit bezüglich künftiger Cashflows bei großen Technologieunternehmen.

„Die Nachhaltigkeit des sich beschleunigenden Investitionszyklus sowie die Frage, wer letztlich die Gewinner dieser Wachstumsgeschichte sein werden, bleiben höchst ungewiss“, fügte das Analysehaus hinzu.

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