Das Bundesverfassungsgericht gehört zu den am besten gesicherten Gebäuden in Karlsruhe – Tag und Nacht bewachen es Beamte der Bundespolizei. Dennoch kam es zu einem Vorfall, bei dem ein Mann in Richtung einer Polizeistreife schoss. Während seiner Festnahme soll sich der Schütze gewehrt haben.
Ein Schützenkönig und ein Vereinsboss wollen für den guten Zweck abnehmen. Die Speck-weg-Aktion soll der Knochenmarkspenderdatei zugutekommen. Die beiden Kandidaten aus Salzkotten haben sich viel vorgenommen.
Mindestens drei Menschen sind in einem Einkaufszentrum im US-Bundesstaat Indiana erschossen worden. Auch der mutmaßliche Schütze sei getötet worden – und zwar von einem bewaffneten Zivilisten. Der Vorfall ereignete sich in einem Einkaufszentrum in der Stadt Greenwood.
Stromkästen würde wohl kaum jemand als schön bezeichnen, deshalb hat die Energieversorgung Leverkusen einige der grauen Klötze zur Bemalung freigegeben. Ein Street-Art-Künstler verpasste einem Kasten einen Schützenrock - ein dezenter Hinweis aufs baldige Schützenfest. Auch das darf Kunst.
Oftmals wurden Schützenvereine totgesagt, doch es gibt sie noch immer zuhauf. Damit das so bleibt, orientieren sich viele Vereine neu: Kreativität und soziale Projekte rücken in den Fokus, anstelle der traditionellen Feste.
Männer beschäftigen sich viel lieber und viel öfter als Frauen mit Waffen. Bei Amokläufen und Anschlägen sind die Täter immer wieder Sportschützen, die ihre eigenen, legalen Waffen aus dem Verein benutzen. Wieso reagieren wir hier nicht?
Sonntagmorgen in Hamburg-Wilstorf: Im Haus des Schützenvereins hantiert ein 76-Jähriger mit einer Waffe. Als er versucht, eine Patrone, die sich verkantet hat, zu lösen, kommt er an den Abzug.
Wenig Nachwuchs, kaum Männer, die Posten übernehmen, schwindender Rückhalt: Die Schützenvereine sind in der Krise. Ein Forscher warnt: „Traditionen müssen einem Wandel unterworfen sein, sonst sterben sie aus.“
Wer das Land verstehen will, die Verbundenheit, die Rituale, die Gemeinschaft der Menschen, der geht am besten auf ein Schützenfest. Unser Reporter hat vier Tage in Westfalen mitgefeiert – und mitgetrunken.
Nach dem Gemeinnützigkeits-Urteil des Bundesfinanzhofs bangen Vereine, die nur ein Geschlecht zulassen, um ihre Steuervorteile. Doch NRW gibt den Kassenwarten Grund zur Hoffnung.
Der Umgang mit Muslimen und Schwulen in katholischen Schützenvereinen hat für viele Debatten gesorgt. Der Dachverband wurde bis in die Grundfesten erschüttert. Nun haben sich die Schützen neue Regeln gegeben: Weltoffen und moderner wollen sie sein.
Muslime in den eigenen Reihen? Das soll in Zukunft für die katholischen Schützen kein Problem sein. Das Umdenken war jedoch auch bitter nötig, sagt der muslimische Schützenkönig Mithat Gedik, der das Ganze losgetreten hatte.
Es passierte in der Silvesternacht: Ein Mann schießt auf eine Gruppe, in der sich die elfjährige Janina befindet. Sie stirbt. Der mutmaßliche Täter soll sich durch den Feierlärm gestört gefühlt haben.
In den USA breiten sich die „Pink Pistols“ aus, ein Klub homosexueller Waffennarren. Sie üben gemeinsam schießen, um sich gegen Schwulenfeinde zu wappnen – und weil es verdammt viel Spaß macht.
Ein Brief vom Finanzamt trifft die Schützen in NRW bis ins Mark. Darin kündigt die Behörde an, Vereine künftig nicht mehr automatisch als gemeinnützig einzustufen, wenn sie keine Frauen aufnehmen.
Der Todesschütze von Unterschleichach ist gefasst, eine Lüge überführte ihn. Der 53-Jährige ist in einer JVA beschäftigt, hatte vier Waffen im Keller – und verriet den Ermittlern ein bizarres Motiv.
Glaube, Sitte, Heimat auch für Flüchtlinge? Aber klar, findet eine Schützenkompanie in NRW und kümmert sich um syrische Familien in der Nachbarschaft. Und die haben Spaß an der deutschen Tradition.
Pegida hat bei Schützenvereinen wohl um Anhänger geworben. Die Schützen distanzieren sich von dem Anwerbeschreiben. Flüchtlinge stellten keine Gefahr für deutsche Traditionen dar.
Der Dachverband schimpfte – doch eine Alibifrau mitzunehmen, kam für Udo Figge nicht infrage. Der neu gekürte Schützenkönig der Friedrichstädter Reserve bestieg zusammen mit seinem Mann den Thron.
Der schwule Schützenkönig Udo Figge will mit seinem Ehemann in sein Amt eingeführt werden. Der Dachverband hat damit ein Problem: Für ihn gehört an die Seite eines Königs eine echte Königin.
Die Schützenvereine wollen sich der Realität anpassen. Nach einem muslimischen und einem schwulen König soll nun die Satzung angepasst werden. Doch die neue Toleranz gibt es nur mit Einschränkungen.
Nach der Ablehnung ihres Antrags auf den Titel Weltkulturerbe fühlen sich die Schützen diskriminiert: Denn der Streit über einen muslimischen Schützenkönig bremst den Antrag bei der Unesco-Kommission.
„Ausnahmsweise“ darf ein Muslim, der Schützenkönig geworden war, seinen Titel behalten. Dazu hat sich der katholische Dachverband der Schützen durchgerungen - nachdem er unter Druck geraten war.
Ein Zeichen der Toleranz für den muslimischen Schützenkönig aus Werl: Der Präses des Schützenbundes sieht kein Problem in seiner Religionszugehörigkeit. Die offizielle Entscheidung fällt heute Abend.
Traditionspflege in einer sich wandelnden Gesellschaft wird schnell zum Spagat. Das bekommen auch die Schützenvereine zu spüren, die es mit muslimischen und schwulen Schützenkönigen zu tun haben.
Am Sonntag schockierte ein Blutbad Bielefeld: Ein 75-Jähriger erschoss zunächst zwei seiner Nachbarn und dann sich selbst. Hintergrund der Tat soll ein jahrelanger Streit zwischen den Nachbarn sein.
Der Proteststurm der Schützenvereine hat sich ausgezahlt: Der Adler darf nun doch so groß und dick bleiben, wie er ist. Eine umstrittene Verordnung des Innenministerium sollte ihn schrumpfen lassen.
Ist das deutsche Schützenfest in Gefahr? Das Innenministerium will den Holzadler, auf den traditionell geschossen wird, auf Kükengröße schrumpfen. Ein Schützenkönig spricht über Existenzängste.
In Köln hat sich die erste schwul-lesbische Schützenbruderschaft Deutschlands gegründet. 35 Männer und Frauen zählt der Verein bei der Gründung. Im Dezember soll HIV-Verstorbener gedacht werden.
Drei Böllerschüsse sollten bei einem Schützenfest in Hamm aus einer historischen Kanone abgefeuert werden. Der dritte Schuss löste sich zu früh, der Kanonier erlitt schwere Verletzungen.
Christine Wenzel ist Deutschlands beste Schützin beim Wurfscheibenschießen. Kann die Ibbenbürenerin bei den Olympischen Spielen in London erneut eine Medaille erringen?
Er löste eine große Diskussion im Vereinswesen aus, weil ein schwuler Schützenkönig seinen Mann als "Schützenkönigin" haben wollte. Jetzt haben sie sich verlobt und wollen demnächst heiraten.
Ein schwuler Schützenkönig durfte nicht neben seinem Partner gehen, sondern sollte eine Frau als Königin suchen. Dieser Beschluss sei rechtswidrig, kritisiert die Antidiskriminierungsstelle.
Die Paralympics in Peking sind eröffnet. Dort starten immer mehr Athleten, die seit ihrem Einsatz im Irak-Krieg behindert sind. Die US-Schwimmerin Melissa Stockwell sieht ihr Schicksal pragmatisch: „Natürlich hätte ich gern mein Bein zurück. Aber ich habe mit einem Bein mehr erreicht als mit zweien."
Vier Wettbewerbe, keine Medaille und nicht einmal ein Finalplatz: Die erneute Pleite von Goldkandidatin Sonja Pfeilschifter und das magere Abschneiden von Ex-Weltmeisterin Munkhbayar Dorjsuren und Karsten Bindrich markierte für die deutschen Sportschützen ein schwarzes Auftakt-Wochenende in Peking.
Emin Özel aus Paderborn ist bundesweit wohl der erste türkischstämmige Schützenkönig. Als Muslim trinkt er kein Bier - aber mit dem Kulturbruch der deutschen Schützentradition kommen er und seine Kameraden gut klar. WELT ONLINE sprach mit Özel über erfolgreiche Integration.