Italiens Ex-Premier Matteo Renzi versucht ein Comeback. Doch seine Sozialdemokraten liegen einen Monat vor der Wahl weit zurück. Seine letzte Option ist eine große Koalition – ausgerechnet mit Berlusconi.
Die Sozialdemokraten stehen vor der Spaltung, Erzfeind Berlusconi mischt in der Regierung mit. Doch statt einen Neuanfang zu wagen, wählt der Parteitag einen alten Gewerkschafter zum Vorsitzenden.
Ein unregierbares Krisenland: In vier Wahlgängen findet sich keine Mehrheit für einen italienischen Präsidenten. Drei Politiker schmeißen hin. Die Sozialdemokraten stehen vor der Zerreißprobe.
Gefährliche Pattsituation: Der linksgerichtete Wahlsieger Pier Luigi Bersani ist mit dem Versuch einer Regierungsbildung gescheitert. In Italien ist nun von einer „Regierung des Präsidenten“ die Rede.
Keine Regierung zu haben kann unterhaltsam sein. Doch allmählich vergeht den Wählern das Lachen. Für Europa ist die Posse, die Italiens Politik mit Eitelkeit und Leichtsinn aufführt, erschreckend.
Der Komiker Grillo hat es durchgesetzt: Seine „Fünf-Sterne-Bewegung“ führt öffentliche Koalitionsgespräche mit den Sozialdemokraten. Herausgekommen ist nichts. Für Bersani schwinden die Möglichkeiten.
Präsident Giorgio Napolitano hat den Sozialdemokraten Pier Luigi Bersani mit der Regierungsbildung in Italien beauftragt. Das Land müsse der ganzen Welt die Stabilität seiner Institutionen beweisen.
Beppe Grillo spottet über das Gebiss und die Krankenakte Giorgio Napolitanos. Der 87-Jährige steht vor der fast unlösbaren Aufgabe, den Newcomer im Parlament für eine Regierungsbildung zu gewinnen.
Die Investoren machen einen großen Bogen um Italien. Die Situation nach der Wahl ist verfahren, genauso wie die Lage der Wirtschaft. Der wichtigste Aktienindex hat sich in fünf Jahren halbiert.
Pier Luigi Bersani hat einer möglichen Koalition seines Mitte-Links-Bündnisses mit dem Lager von Silvio Berlusconi eine klare Absage erteilt. Eine rasche Regierungsbildung dürfte schwierig werden.
Sie hat den Italienern die Rente gekürzt und den Arbeitsmarkt reformiert. Nun muss Italiens Arbeitsministerin Elsa Fornero die Reformpolitik anderen überlassen. Zum Abschied redet sie Tacheles.
Italien ist ein gespaltenes Land. Doch was hat die Italiener dazu bewogen, so zu wählen? Joachim Blüher, der Leiter der Deutschen Akademie in Rom, gibt einen Einblick in ihr Wesen.
In Italien herrscht nach der Parlamentswahl Katerstimmung. Sie hat das Land in fast gleichgroße Blöcke zerschnitten: die Mitte und die Politclowns. Regieren kann keiner. Sie müssen sich einigen.
Ex-Premier Berlusconi und der Clown Grillo holen in Italien viele Stimmen – Europas drittgrößter Volkswirtschaft droht damit die Reformblockade. Die EU ist beunruhigt, die Märkte sind entsetzt.
Das unglaubliche Ergebnis der Wahl in Italien macht ratlos. Nicht nur dem Land selbst, auch den europäischen Nachbarn drohen ernste Konsequenzen durch die zu befürchtende Instabilität.
Das Bündnis der Sozialdemokraten holt in Italien die meisten Stimmen – und kann doch nicht regieren. Ursache dafür ist ein höchst komplexes Wahlrecht, das die Italiener selbst „Schweinerei“ nennen.
Am Ende wurde es denkbar knapp. Dabei hatten sich Berlin und Brüssel so sehr eine stabile Regierung unter Bersani gewünscht. Doch die Wähler weigerten sich – und belohnten Berlusconi und Grillo.
Jahrelang hat Italien unter dem Gaukler Berlusconi gelitten, unbändig war die Freude nach seinem Rücktritt – dennoch lassen die Wähler in Italien zu, dass der Skandalpolitiker zurückkommt.
Es ist amtlich: Das Links-Bündnis unter Ex-Kommunist Bersani hat die Mehrheit in beiden Parlamentskammern gewonnen. Berlusconis gutes Abschneiden lässt aber ein stabiles Italien in weite Ferne rücken.
Für den „Cavaliere“, der mit ökonomisch haltlosen Wahlverprechen in den Ring stieg, ist Wahlkampf wie ein Jungbrunnen. Dass es vielleicht bald wieder Neuwahlen gibt, dürfte ihn heimlich freuen.
Aus der Parlamentswahl ging das Mitte-links-Bündnis um Pier Luigi Bersani als Sieger hervor. Doch um die Mehrheit im Senat wird noch gerungen. Erste Politiker fordern erneute Neuwahlen.
Italien wählt, und Europa fürchtet die Rückkehr Berlusconis. Doch auch die Alternativen sind bescheiden: Komiker Grillo und der uncharismatische Bersani. Die Italiener verzweifeln an sich selbst.
Bei den Parlamentswahlen ist Pier Luigi Bersani Spitzenkandidat der Demokratischen Partei, einst Kommunist, nun Sozialdemokrat. Er ist für Europa, gegen Populismus – und ein großer Schäuble-Fan.
Pier Luigi Bersani, Spitzenkandidat des italienischen Mitte-Links-Lagers, über Berlusconis Comeback-Pläne, die Probleme der Monti-Regierung und den Grund für antideutsche Stimmung in Italien.
Italiens früherer Premier Silvio Berlusconi hat einen Rückzieher von der erneuten Kandidatur angedeutet – unter gewissen Bedingungen. Die werden dem Regierungschef Mario Monti nicht gefallen.
Der Spitzenkandidat des italienischen Mitte-Links-Bündnisses geht davon aus, dass sich die Italiener für Europa und gegen Berlusconi entscheiden werden. Zugleich fordert er mehr Solidarität ein.
Monti schmeißt nach einem Jahr hin. Berlusconi droht mit Rückkehr, was nur noch eine Posse ist. Italiens politisches System ist seit langem marode – Zeit für einen Neubeginn. Eine Option gibt es.
Ein politisches Projekt von Montezemolo wäre ernst zu nehmen. Ihn umgibt alles, was in Italien gut ankommt: wirtschaftlicher Erfolg, die Aura des Sports, Luxus und Eleganz.
Der Euro-Rettungsfonds EFSF ist auf einen Notruf aus Italien vorbereitet. Chef Klaus Regling warnt: "Italien läuft die Zeit davon, um die Märkte zu beruhigen."
Italien muss fürchten, an seinen Schulden zu ersticken. Jeder, der Berlusconis Job übernimmt, steht vor einer Mammutaufgabe. "Welt Online" stellt drei Szenarien vor.