Millionen Deutsche sind auf Strom- und Gaslieferanten hereingefallen, die später Insolvenz anmeldeten. Bis heute warten sie auf versprochenes Geld. Um das in Zukunft zu verhindern, haben Verbraucherschützer mehrere Warnsignale identifiziert.
Es ist das größte Insolvenzverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik: Mehr als 800.000 Gläubiger wollen ihr Geld vom Billigstromanbieter Flexstrom zurück. Ihre Aussichten sind völlig ungewiss.
Nach den Pleiten von Billigstrom-Anbietern wie Teldafax und Flexstrom scheint Ruhe am Strommarkt eingekehrt. Doch Verbraucher dürfen sich nicht täuschen lassen: Noch immer sorgen Anbieter für Ärger.
Überhöhte Abschlagzahlungen, nicht gezahlte Neukundenboni, vorzeitige Vertragsabmeldung, komplizierte Firmenstrukturen: Vielen Billigstromanbietern ist fast jedes Mittel recht, um Kunden zu schröpfen.
Die Kunden der insolventen Flexstrom-Gruppe fordern eine halbe Milliarde Euro zurück. Doch ein Jahr nach der Pleite müssen sie sich in Geduld üben. Denn die Insolvenzmasse ist noch nicht komplett.
Nach Teldafax ist Flexstrom der zweite große Pleitefall auf dem deutschen Energiemarkt. Der Insolvenzverwalter macht den Gläubigern Hoffnung, dass sie einen Teil ihrer Vorauszahlungen wiedersehen.
Wenn der Stromdiscounter pleite geht, springt der regionale Energiemarktführer in die Lücke und sichert die Versorgung. Doch laut Greenpeace sollen diese Konzerne die Preise künstlich hoch halten.
Mit günstigen Angeboten lockte Flexstrom Kunden an, allerdings gegen Vorkasse. Im April kam die Pleite und seitdem bangen die Kunden um ihr Geld. Jetzt verbreitet der Insolvenzverwalter Hoffnung.
Erstmals muss ein Unternehmen Kunden nach einem verlorenem Rechtsstreit auf höhere Ansprüche hinweisen, also auf ihnen zustehendes Geld. Das Urteil ist auch für weitere Branchen von Bedeutung.
Die Pleiten von Teldafax und Flexstrom verunsichern wechselfreudige Stromkunden. Auch die Wechselportale sind nicht immer hilfreich. Dabei sind Suchen, Finden und Wechseln gar nicht so schwierig.
Die spektakulären Pleiten von Teldafax und Flexstrom haben den Wettbewerb auf dem Energiemarkt nicht belastet. Immer mehr Deutsche wechseln ihre Versorger, wie die Bundesnetzagentur ermittelt hat.
Der insolvente Billig-Anbieter Flexstrom hat die Strom-Lieferung eingestellt. Die 500.000 Kunden landen beim Grundversorger. Dass Strom dort teurer ist, ist nicht der einzige Grund, zu kündigen.
Der Bundesgerichtshof hat den Billig-Stromanbieter Flexstrom dazu verpflichtet, versprochene Boni auszuzahlen – obwohl er bereits pleite ist. Das Urteil könnte die Branche aufrütteln.
Der Stromanbieter Flexstrom ist pleite. Kunden sollten jetzt schnell handeln, sofort kündigen und die Einzugsermächtigung widerrufen. Allerdings sind dabei Fristen einzuhalten.
Das Vertrauensverhältnis zu den Kunden ist für Firmen elementar – im Fall Flexstrom war es offensichtlich gestört. Der Fall wird Verbraucher davor abschrecken, ihren Energieversorger zu wechseln.
Nach Teldafax muss ein zweiter Stromanbieter Insolvenz anmelden: Das Berliner Unternehmen Flexstrom gibt den Kunden die Schuld an seiner Pleite. Ihre Zahlungsmoral habe sich dramatisch verschlechtert.