Jane Goodall
Verhaltensforscherin
Sonia Kleindorfer
Professorin der Universität Wien,
seit 2018 leitet die Verhaltensbiologin die Konrad Lorenz Forschungsstelle der Universität Wien in Grünau im Almtal
Weltplus ArtikelFührungsqualitäten

„Auch bei Gänsen gibt es soziale Netzwerke und Clans“

Sonia Kleindorfer erforscht das Sozialleben von Graugänsen. Die Verhaltensbiologin weiß, dass Graugänse nicht nur treu und mutig sind – sondern sich auch als Vorbilder für Führungskräfte und Influencer eignen.

18.10.2024, Frankreich, Paris: Die britische Ethologin und Primatenforscherin Jane Goodall posiert mit ihrem Maskottchen "Mister H" bei einem Fototermin am 18. Oktober 2024 in Paris. Die britische Primatenforscherin Jane Goodall, die Schimpansen erforschte und eine bekannte Tierschützerin wurde, ist im Alter von 91 Jahren gestorben, wie ihr Institut am 1. Oktober 2025 mitteilte.  (zu dpa: «Britische Primaten-Forscherin Jane Goodall ist tot») Foto: Joel Saget/AFP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Ressort:WissenschaftJane Goodall (†91)

Die Frau, die den Blick auf den Menschen revolutionierte

Als erste Person überhaupt wurde Jane Goodall in den 1960er-Jahren Teil einer Gruppe wilder Schimpansen – und hat so den Blick auf den Menschen und seine nächsten Verwandten revolutioniert. Für viele Mädchen und junge Frauen wird sie ein Vorbild bleiben.

ARCHIV - 06.12.1997, Kenia, Nanyuki: Jane Goodall küsst Tess, ein Schimpansenweibchen, im Sweetwaters Schimpansenschutzgebiet in der Nähe von Nanyuki, nördlich von Nairobi. Die britische Primatenforscherin Jane Goodall, die Schimpansen erforschte und zu einer bekannten Tierschützerin wurde, ist im Alter von 91 Jahren gestorben, wie ihr Institut am 1. Oktober 2025 mitteilte. (zu dpa: «Britische Primaten-Forscherin Jane Goodall ist tot») Foto: JEAN-MARC BOUJU/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Ressort:WissenschaftSchimpansenforscherin

Jane Goodall im Alter von 91 Jahren gestorben

Die britische Primatenforscherin und Umweltaktivistin Jane Goodall ist tot. Wie ihr Institut am Mittwoch mitteilte, starb sie im Alter von 91 Jahren im US-Bundesstaat Kalifornien. Bis zum Schluss ist sie ihrer Berufung treu geblieben.

Jane Goodall

„Die Welt“ bietet Ihnen News, Hintergründe und Bilder zu der britischen Verhaltens- und Primatenforscherin Dame Jane Goodall.

Jane Goodall: Erste Afrikareise im Jahr 1957

Eine Afrikareise gab 1957 den Ausschlag für die Berufswahl der am 3. April 1934 in London geborenen Jane Goodall. Als Assistentin des Paläontologen Louis Leakey erforschte sie in Kenia das Verhalten von Schimpansen. Trotz diverser Vorbehalte wissenschaftlicher Kreise erwiesen sich ihre Beobachtungen in Tansania über Emotionalität und Persönlichkeit von Primaten als so bahnbrechend, dass sie mit einer Sondererlaubnis 1965 an der Universität im englischen Cambridge ihre Promotion als Ethnologin ablegen konnte. 1977 gründete Jane Goodall ihr eigenes Forschungsinstitut in Tansania.

UN: Jane Goodall wird Botschafterin der Vereinten Nationen

Ab 1986 verlagerte Goodall angesichts zunehmenden Artensterbens und des beginnenden Klimawandels ihre Aktivitäten zugunsten des Umwelt- und Naturschutzes. Die von ihr 1991 in Tansania gegründete Organisation für jugendliche Umweltaktivisten „Roots & Shoots“ operiert heutzutage nahezu weltweit. 2003 wurde die vielfache Gastprofessorin mit dem Titel Dame Commander in den britischen Adelsstand erhoben.

Jane Goodall ist Friedensbotschafter der Vereinten Nationen. Sie spricht sich für eine justiziable Festschreibung von Tierrechten aus und fordert die Abschaffung jeglicher Tierversuche und Käfighaltung. 1999 erschien ihre Autobiografie „Grund zur Hoffnung”.

Jane Goodall ist in zweiter Ehe verwitwet. Sie hat einen Sohnes aus erster Ehe und wohnt im südenglischen Bournemouth.

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JANE'S JOURNEY, Jane Goodall, 2010. ©Animal Planet/Courtesy Everett Collection [ Rechtehinweis: picture alliance/Everett Collecti
Weltplus ArtikelJane Goodall

„Diese Pandemie haben wir selbst verursacht“

Sie gehört zu den wichtigsten Primatenforscherinnen der Welt. Seit Jahrzehnten kämpft Jane Goodall, 86, für die Tiere und ihre Lebensräume. Für den Ausbruch des Coronavirus sei der Mensch verantwortlich, sagt sie.

Virales Video: Schimpanse scrollt am Smartphone durch Instagram
Ressort:kmpktKritik an viralem Hit

Affe scrollt durch Instagram – Das steckt hinter dem Video

Ein Schimpanse scrollt an einem Smartphone durch Instagram, sieht sich Fotos und Videos an. Über das Tier amüsieren sich derzeit Millionen Internetnutzer. Doch die Affenforscherin Jane Goodall warnt vor derartigen Videos.

Am Anfang war der Affe: Die Forscherin Jane Goodall und ihr Freund Flint in den Urwäldern von Gombe, dem heutigen Tansania, in der Sechzigerjahren
Weltplus ArtikelBürgerrechte für Tiere

Ich Jane, du Mensch

Sind Tiere Wesen wie wir? Und brauchen sie neben unserem Mitgefühl eigene Rechte? Zwei Filme, die unterschiedlicher nicht sein könnten, geben Einblick in die vielleicht schwierigste Beziehung der Welt.

Als Jane Goodall den Affen Namen gab

Dank Jane Goodall weiß die Menschheit, dass die Schimpansen ihr ähnlicher sind als lange gedacht. Forscher wollen das Wissen nutzen und mehr über den Ursprung des Menschen erfahren.

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Ressort:WissenschaftPrimatenforschung

Affen erfanden Werkzeuge lange vor den Menschen

Als Handwerker sind Schimpansen mindestens so geschickt wie Menschen: Sie bauen Betten mit Matratzen, falten Servietten und konnten lange Zeit vor dem Menschen mit Hammer und Amboss umgehen. Das entdeckte Jane Goodall bereits vor 50 Jahren. Doch mittlerweile haben Forscher noch viel mehr herausgefunden.

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Jane Goodall überführte Affen des Kannibalismus

Jane Goodall war die erste Forscherin, die Schimpansen im Urwald beobachtete. Ihre Erkenntnisse revolutionierten die Naturwissenschaft: Auch Menschenaffen haben Gefühle. Doch im Busch lernte sie auch die dunkle Seite der Primaten kennen. Diese Woche wurde Jane Goodall 75 Jahre alt.